Review: Superdimension Neptune VS Sega Hard Girls (PS Vita)

Die Heldin eines anderen Spiels aus der Neptunia-Reihe, die die Natur ihrer Welt erkunden möchte, macht sich auf in die Vergangenheit, wo Segas Konsolen die erste Geige spielen. Wird IF einen Konflikt verhindern, der in der Spielewelt zur Apokalypse droht?

Superdimension Neptune VS Sega Hard Girls (PS Vita) ist das Crossover der Neptunia-Reihe in Zusammenarbeit mit der Neuheit und Anime Sega Hard Girls. Auch wenn der Name wie der Titel eines ap**n-Films klingt, handelt es sich um mädchenhafte Personifikationen von Segas Konsolen. Es ist schwer, nicht den Eindruck zu gewinnen, dass wir eine umfangreiche, humorvolle Propaganda bekommen haben, gesättigt mit dem Größenwahn der Sonics-Schöpfer, allen Spielern bekannt, aber gut – wer Geld ausgibt, braucht es. Aber keine Sorge, das Endergebnis war ziemlich verdaulich, obwohl ich persönlich die Erzählung des Spiels nicht unterstütze, dass SEGA der Anführer und das Kraftpaket der Konsolenwelt ist, die die Geschichte zu Unrecht verletzt hat.

Diesmal war der Protagonist entgegen dem Titel eine tapfere Lolita, ein guter Freund von Neptun namens IF. Auf ihrem Motorrad durch das Ödland der postapokalyptischen Welt erreicht Iffy schließlich die Große Bibliothek, in der Informationen über diese Welt gesammelt werden. Es stellt sich heraus, dass jemand den Lauf der Geschichte durcheinander bringt und es notwendig sein wird, in der Zeit durch einzelne Epochen (Generationen) zu reisen. Begleitet wird die Heldin von Segami – einem mysteriösen Mädchen mit Gedächtnisverlust, das eine Schlüsselrolle in dem ganzen Abenteuer spielt. Beide Heldinnen geraten versehentlich in den Konflikt zwischen den Göttinnen (Neptun, Nepgear, Uzume, Plutia) und der weiblichen Besetzung der beliebten Sega-Konsolen. Die Handlung ist wie bei den anderen Spielen der Serie eine dieser einfachen, leichten und angenehmen, obwohl es einige Momente gibt, die zum Nachdenken anregen, was sich tatsächlich als gut für die ganze Geschichte herausstellt. Der Vorteil ist auch die fehlende Linearität, denn wir entscheiden, welchen Thread der Geschichte wir gerade spielen wollen, was eine distanzierte Assoziation mit Final Fantasy XIII-2 (PS3) bewirkt.

Optisch kann die Produktion sicher zu den besser gemachten PS Vita-Spielen zählen. Auch auf PS-TV sieht der Titel ganz nett aus und erschreckt nicht mit Pixeln wie beim Vorgänger Neptunes. Natürlich wird der bekannte Artstyle beibehalten, aber die Farben sind lebendiger, es gibt mehr Details und die Animation selbst funktioniert flüssiger, ohne gelegentliches Knirschen wie zuvor. Auf jeden Fall ist der Framelevel (abgesehen von der Auflösung natürlich) nicht viel niedriger als in Megadimension Neptunia VII (PS4). Eines ist mir aufgefallen – die unglaublich spektakulären Spezialangriffe der Heldinnen. Auch die Toningenieure haben großartige Arbeit geleistet und uns neue, elektrosinfonischere Arrangements bekannter Melodien gegeben, und das Hauptthema hier sticht heraus. Leider liegt das Problem beim Überspielen, das mal lauter und mal leiser ist. Außerdem sind nach dem Kampf manchmal seltsame Geräusche zu hören, die das Spiel jedoch nicht allzu sehr stören.

Das Kampfsystem hat sich stark verändert und hat mittlerweile viel taktisches Flair bekommen. Wir bewegen uns während des Kampfes immer noch frei, müssen uns aber keine Sorgen mehr um die Waffenreichweite machen, die in früheren Spielen der Serie ein nerviges Leiden war. Außerdem bestimmt der Agilitätsparameter jetzt, wie sehr wir den Gegner missbrauchen können, was sich an einem speziellen Rad widerspiegelt. Stärkere Angriffe wurden erleichtert, für die Sie nur die Taste länger gedrückt halten müssen. Der traditionelle Stil behielt besondere Fähigkeiten bei, führte jedoch die sogenannten Formationen ein, die sich in Kampfeffektivität niederschlagen. Die eingeführten Modifikationen haben den Spaß an den Kämpfen erhöht, obwohl die Animation des „Fever Time“-Modus viel Sicht bietet und das Leben schwer machen kann. Zudem können die Gegner dicht gedrängt und zahlreich sein, und sie verfügen auch über jede Menge Intelligenz, sodass auf mühsames Grinden nicht verzichtet werden muss. Um den Sega-Mädels jedoch das Leben schwer zu machen, muss man noch über die Möglichkeiten nachdenken, die das Spiel bietet. Letztendlich bringt das Besiegen von Gegnern viel Befriedigung, außerdem haben Spieler, die eine Herausforderung suchen, keine Angst vor dem hohen Schwierigkeitsgrad.

Das Gameplay basiert auf eigenständigen Missionen, die uns in verschiedene Epochen im Zusammenhang mit Konsolen führen. Wir können sie in beliebiger Reihenfolge auswählen, aber Sie können nicht alle in einem einzigen Durchgang abschließen. Eine andere Sache ist, dass der Begriff „Spiel abschließen“ hier eine sehr lockere Bedeutung hat, aber mehr werde ich nicht verraten, um niemanden den Spaß zu verderben. Lassen Sie mich nur sagen, dass die Idee wirklich faszinierend und interessant ist, und Sie sollten mit Bedacht entscheiden. Der Erkundungsteil des Spiels wurde mit Arcade- und Plattformelementen im Stil von beispielsweise Landstalker angereichert. Schade, dass sie zwar eine große Vielfalt sind, aber nicht viel zum Spiel selbst beitragen. Offenbar hatten die Macher Angst vor ihrer eigenen Idee. Gleiches gilt für die Berufe der Charaktere. Ihr Potenzial wurde nicht ausgeschöpft, daher wirken sie sich nur auf die Statistiken und die verfügbaren Fähigkeiten zum Erlernen aus. Das Spiel ist immer noch ein jRPG, bei dem sich Charaktere durch Erfahrungspunkte entwickeln und Berufe befördert werden, aber es gibt keine Möglichkeit, das Aussehen der Charaktere zu ändern.

Obwohl für eine sehr kleine Gruppe von Spielern gedacht, ist Superdimension Neptune VS Sega Hard Girls (PS Vita) eine faszinierende und gleichzeitig sehr unterhaltsame jRPG-Produktion für PS Vita. Wenn Sie die Neptunia-Serie lieben und mit SEGA und seinen Konsolen vertraut sind, können Sie gerne in diesen Titel investieren. Denken Sie jedoch daran, dass es sehr schmerzhaft sein kann, die „blauen“ Mädchen zu treffen.