Valhalla Hills: Definitive Ausgabe ist eine strategische Produktion, bei der wir als Gott versuchen, die größte Anzahl von Wikingern zum Titel Valhalla zu führen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir jedoch nicht wie üblich rauben und brennen, sondern bauen.

Valhalla Hills: Definitive Ausgabe ist ein Titel, der stark an die bekannte strategische Serie Die Siedler erinnert. Vermutlich sollte das Spiel ein spiritueller Nachfolger von Cultures 2 sein, das vor Jahren veröffentlicht wurde, wo wir auch das Schicksal der Wikinger lenkten. Leider Walhalla-Hügel Bereits vor zwei Jahren bekam es von Rezensenten für seine PC-Version, also zum Release des Spiels, einen kräftigen Brocken Playstation 4 verfehlt eher den Punkt, obwohl er zwei kostenlose Add-Ons einwirft. Rein strategische Konsolenspiele hingegen lassen sich an einer Hand abzählen, sodass sich die Entwickler wohl mehr Durchschlagskraft erhofft hatten.

Wir starten ganz konventionell, aber mit einem Hauch Nostalgie ins Spiel und hoffen auf ein ordentliches Gameplay. Wir spielen die Rolle eines Gottes namens Leko – des Sohnes des allmächtigen Odin, der, wütend auf seinen Nachkommen wegen eines eines Wikingers unwürdigen Verhaltens, ihn auf die Erde schickt. Leko will sich an ihrem wütenden Vater rächen und ihren Wert beweisen, indem sie so viele Wikinger wie möglich nach Valhalla schickt. Um dieses Ziel zu erreichen, werden wir jedoch entgegen den etablierten Mustern nicht brennen, plündern oder morden, sondern bauen. Es muss zugegeben werden, dass dies keine Aufgabe ist, die eines Gottes einer solchen Klasse würdig ist, und tatsächlich – sie erweist sich als zu trivial, um größere Befriedigung aus ihrer Ausführung zu ziehen.

Unsere Schüler treffen Odin durch spezielle Portale, die zuerst geöffnet werden müssen, kämpfen gegen ihre Wachen oder bringen die erforderlichen Opfer. Zu diesem Zweck müssen wir ein wohlhabendes Dorf bauen, das für die von uns gerufene Armee oder die von uns erwähnten Opfer wirtschaftlich lebensfähig ist. Genau wie in der Serie Die Siedler ob Kulturen, wir bauen Produktionsgebäude, in denen unsere Wikinger arbeiten, und wir kümmern uns um eine effiziente Logistik und Versorgung. Anfangs macht der Bau des Dorfes sehr süchtig und macht trotz seiner Einfachheit viel Freude, zumal es viele Gebäudetypen gibt und sie nach und nach entstehen. Leider wurde alles vorhandene Potenzial verschenkt, denn die Erweiterung des Dorfes führt ins Leere. Das Öffnen des Portals erfordert keinen besonderen Aufwand, und dann wechseln wir auf eine neue Karte, wo wir wieder von vorne beginnen und so weiter. Ja, mit jeder neuen Map wird sie größer und schwieriger zu handhaben, aber trotzdem kommt schnell Langeweile auf. Zusätzliche Aufgaben oder Herausforderungen haben die Macher nicht eingebaut, denn das Absolvieren nachträglicher Achievements kann kaum als solches angesehen werden. Das einzige größere Problem war die Einrichtung von Militärposten, die die Bewohner effektiv gegen Monster verteidigen würden. Spieler haben auch den offenen Spielmodus erhalten, in dem alle Strukturen von Anfang an freigeschaltet sind, sowie die Anforderungen der Bewohner, aber entgegen der Beschreibung wird es nicht schwieriger, obwohl Sie nur hier alle Trophäen erhalten können.

Das Spiel ist das beste in Bezug auf die audiovisuelle Umgebung. Die schlichte dreidimensionale Grafikumgebung erinnert zwar an PS3-Zeiten, ist aber sehr farbenfroh und fröhlich, was sie in weiten Teilen mit aktuell produzierten Comedy-Animationen in Verbindung bringt. Dass sich die Umgebung unter dem Einfluss der Wikinger verändert, macht einen guten Eindruck, was sich gezielt auf den Spielspaß auswirkt. Rohstoffe können ausgehen, Wälder können verschwinden und Tiere können mit den natürlichen Folgen dieser Tatsachen geschlachtet werden. Sogar die Luftverschmutzung beeinträchtigt die Produktivität der Mitarbeiter. Ein weitläufiges Dorf kann so auffällig sein, dass wir statt zu spielen dem Lebensstil unserer Schüler folgen. Auch die Musik klingt schön in den Ohren und ist zwar unaufdringlich, trägt aber gerade während eines Kampfes zur entsprechenden Atmosphäre bei.

Valhalla Hills: Definitive Ausgabe Es hatte viel Potenzial, eine anständige, Siedler-ähnliche Produktion zu werden, was auf PS4 so fehlt. Das Fehlen eines bestimmten Ziels oder einer bestimmten Aufgabe und die schnell durchdringende Langeweile neigen leider dazu, es nach einem kurzen, aber angenehmen Kontakt mit dem Spiel wieder in die Schublade zu stecken. Schade, denn der Titel macht von der technischen Seite her einen sehr positiven Eindruck.

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